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Denkfehler beim Abnehmen – frischreif

Denkfehler beim Abnehmen

Denkfehler, die beim Abnehmen hinderlich sind 

Gefühle sind gut. Aber wenn du wirklich abnehmen möchtest, dann gilt es, deinen Verstand zu nutzen. Natürlich geht es hier nicht um medizinisch bedingtes Übergewicht. Es geht hier um die Pfunde, die wir seit Jahren mit uns herumschleppen, die uns aber eigentlich stören.

Fehler 1: Gefangen im Korsett des eigenen Denkens

Renate (51) wiegt bei einer Grösse von 1.64 cm inzwischen 80 Kilo. Sie hat also gut und gerne 15 Kilo zu viel auf den Hüften. Ihr Mann Götz ist mit seinen 20 Kilo Übergewicht noch dicker. Renate möchte – eigentlich – gerne abnehmen. Als ich sie frage, was sie daran hindert abzunehmen, zählt sie mir eine lange Liste von Gründen auf. Sie stehe beruflich sehr unter Druck, weil ihr Chef immer von ihr verlange, dass sie Überstunden macht. Deshalb habe sie morgens keine Zeit, in Ruhe zu frühstücken. Und wenn sie abends nach Hause komme, dann müsse sie noch den Haushalt machen und für ihren Mann und sich kochen. Deshalb habe es auch mit dem Nordic Walking nicht geklappt, als sie sich einmal für einen entsprechenden Kurs angemeldet hatte. Und alleine gehe sie nicht gern. Vielleicht werde es ja nun besser, weil sie nächsten Monat einen neuen Chef bekomme.

Renates Beispiel zeigt, wie man es schafft, durch falsches Denken die Verantwortung von sich zu schieben. Renate ist nicht aus den von ihr genannten Gründen zu dick. Sie ist dick, weil sie zu viel isst. Und sie isst zu viel, weil sie sich emotional unter Druck fühlt. Deshalb hat sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein dickes Fell zugelegt. Sie kann sich nicht gut abgrenzen und nein sagen, wenn ihr Chef Überstunden von ihr verlangt. Und umgekehrt weiss ihr Chef, dass die dicke Renate belastbar ist und nie nein sagt. Insofern hat sich eine unheilvolle Dynamik entwickelt. Um den Stress emotional abzureagieren und aus Frust darüber, dass sie so dick ist, schlingt Renate mittags in der Kantine ein fettiges und kohlehydratlastiges Menü in sich hinein. Am Nachmittag sinkt irgendwann der Blutzuckerspiegel ab und als kleine Entspannung gibt es dann in der Pause einen Milchkaffee und ein Stück Kuchen. Wenn sie nach Hause kommt, freut sie sich auf ein bisschen Entspannung bei einem gemütlichen Essen mit Götz. Während er sein Feierabendbier geniesst, steht sie in der Küche. Und weil er gern Fleisch isst, vor allem Schweinefleisch, kocht sie ein deftiges Menü. Danach sitzen die beiden vor dem Fernseher und knabbern Chips. Für gemeinsame Aktivitäten reicht ihre Energie unter der Woche nicht mehr, nur am Wochenende. Sport findet Götz sowieso zu anstrengend. Er macht sich lustig über die „fitnessverrückten Asketen“, die das Leben nicht geniessen. Auch das hält Renate davon ab, abzunehmen, denn sie hat Angst, dass Götz damit ein Problem hätte. Auch aus Solidarität zu ihm bleibt sie dick.

Solange Renate nicht innerlich frei ist, wird ihr das Abnehmen nicht gelingen, egal mit welcher Methode und egal, ob sie einen neuen Chef bekommt. Sie muss die Verantwortung für sich selbst übernehmen und damit ihre eigenen Bedürfnisse ernst nehmen und äussern. Sie müsste ihrem Chef sagen, dass sie keine Überstunden mehr machen will. Und sie müsste Götz sagen, dass er für sein Leben und sein Gewicht selbst verantwortlich ist, sie selbst aber nicht mehr dick sein möchte. Und dann könnte sie damit beginnen, abzunehmen, indem sie sich an eine Ernährungsmethode hält, weniger und bewusster isst und regelmässig in einen Nordic-Walking-Kurs geht.

Fehler 2: Essen, weil das Essen da ist

Einen anderen verbreiteten Fehler machen Frauen, die essen, weil das Essen da ist. Zum einen sind dies die Portionen, die daheim auf dem Tisch stehen. Man will keine Reste haben und isst den Teller leer. Oder wir sind im Restaurant oder bei Freunden zum Essen eingeladen und essen die Portion auf dem Teller auf, obwohl wir eigentlich satt sind. Dieser Fehler lässt sich häufig im Urlaub im Hotel bzw. bei Einladungen und Geschäftsessen beobachten. Bei Einladungen will man die Gastgeber nicht brüskieren. Das ist durchaus eine sinnvolle Überlegung. Doch im Restaurant oder im Hotel ist die Sache anders. Dort haben Sie für das Essen bezahlt. Das Geld ist weg, egal, ob Sie viel oder wenig essen. Lohnt es sich dann also, besonders viel zu essen, damit es besonders günstig wird? Verschafft uns das tatsächlich eine solche Genugtuung, an die Menge Essen im Bauch so günstig gekommen zu sein? Haben wir das nötig? Müssten wir sonst umständlich auf die Jagd gehen, um an Essen zu kommen?

Schon des Öfteren wurde ich in den Ferien gefragt, ob sich All-Inclusive oder Halbpension denn für mich überhaupt lohne, wenn ich abends nie ein Dessert esse und sowieso jeweils einen Gang auslasse (bei fünf Gängen am Abend …). So erinnere ich mich, dass ich mal morgens beim Schwimmen im Hotel-Hallenbad mit einer Dame ins Gespräch kam. Sie beklagte sich darüber, dass es ja abends fünf Gänge gebe und sie hier zunehmen würde. Sie hatte sowieso schon ein paar Kilo zu viel. Der erste Gang war – wie in vielen Hotels mit Halbpension üblich – ein Buffet aus Vorspeisen wie Antipasti und verschiedenen Salaten. Am Buffet gab es grosse und kleine Teller. Warum muss man da unbedingt einen grossen Teller nehmen, wenn es nachher noch vier Gänge gibt? Und man hat zudem die Wahl zwischen Grünzeug und Rohkost oder eben üppig eingelegten Antipasti, mit Öl oder Mayonaise angemachten Salaten, die zudem noch Käse und Wurst enthalten. Warum muss man da unbedingt zu den Kalorienbomben mit Käse und Wurst greifen, wenn es nachher noch vier Gänge gibt? Die meisten Leute hauen sich am Vorspeisenbuffet schon so voll, dass dies der Kalorienaufnahme einer normalen Mahlzeit entspricht, weil sie zudem noch ordentlich Brot dazu essen. Und so ging es auch besagter Dame im Schwimmbad. Als ich ihr erzählte, dass ich am Vorspeisenbuffet nur einen kleinen Teller Rohkost nehmen und das Dessert komplett weglasse, fragte sie mich entgeistert: „Lohnt sich das denn überhaupt für Sie?“ Genauso gut hätte ich sie fragen können, ob es sich für sie lohnt, möglichst viel von dem zu essen, was da ist, um sich nachher über ihr Übergewicht zu beklagen.

Ich finde, auf etwas zu verzichten lohnt sich allemal mehr, als sich seine gute Figur zu ruinieren und lästige Kilos mit sich herumzuschleppen, nur weil das Essen einfach da ist. Vielen geht jedoch die orale Befriedigung über alles. Das Motto ist: „Ist ja umsonst, also muss ich zuschlagen.“ Oder: „Ich habe ja für alles bezahlt, also muss ich auch alles essen, sonst lohnt es sich ja nicht.“ Kommt es nicht wesentlich günstiger, wenn man sich darauf beschränkt, das zu essen, was einem guttut und das weglässt, was für unschöne Ablagerungen auf den Hüften sorgt? Deshalb mein Tipp: Mach dir diese Beispiele und Denkfehler bewusst und schalte deinen Verstand beim Essen ein: „Schmeckt das alles wirklich so gut, dass ich alles essen muss? Ist es die Sache wert, sich nachher darüber zu ärgern, dass man zu viel gegessen hat?“. Entwickle deine Willensstärke. Erlebe den Verzicht auf Speisen, die du nur essen würdest, weil sie da sind oder weil du sie bezahlt hast, als Souveränität. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Man kann den Verzicht zum Genuss machen.

Sieh der Realität ins Auge – zu dick ist man aus zwei Gründen:

  1. Man ist gefangen in Gewohnheiten und Mustern, indem man seine emotionalen Defizite mit Essen zu befriedigen versucht und dann äussere Umstände wie Stress, Gewohnheit, Zeitmangel etc. für sein Übergewicht verantwortlich macht. Oder sich einredet, man fühle sich wohl so. In Wirklichkeit sind wir selbst verantwortlich dafür, dass wir keine Zeit für regelmässige Mahlzeiten oder Sport haben oder bei Geschäftsessen immer unbedingt so viel essen müssen. Wir können stattdessen auch Nein sagen und verzichten.
  2. Man isst zu viel, indem man permanent mehr Kalorien aufnimmt, als man verbraucht. Und ab der Lebensmitte sinkt der Grundumsatz sowieso. Hinzu kommen die sinkenden Östrogenpegel in den Wechseljahren, die Fettansammlungen in der Leibesmitte mit sich bringen. Es gibt nur eine Lösung: Bewusst essen und Sport machen. Was verschafft mir ein besseres Gefühl – nachhaltig? Das fette Stück Torte oder das Workout im Fitnessstudio? Kurzfristig vielleicht die Torte, aber langfristig ist sie das Problem, nicht die Lösung. Beim Sport ist es umgekehrt. Man muss sich zwar aufraffen und überwinden, muss sich anstrengen – ein Problem, kurzfristig. Aber es ist die Lösung, dauerhaft und nachhaltig. Zudem ist es ein megagutes Gefühl, bei Kraftübungen zu sehen, wie gut die Muskeln definiert sind oder beim Joggen zu geniessen, dass man 10 km gelaufen ist. Wesentlich besser als das Gefühl, sich eine klebrige und fette Masse in den Bauch zu schlagen.

Ob du also fit oder pummelig bist, liegt an dir selbst. Wenn du dies anerkennen und Verantwortung für dich übernehmen kannst, dann wirst du abnehmen und dein Gewicht halten können. Ich weiss es aus eigener Erfahrung: In der Lebensmitte kann man die tolle Figur haben, die man sich als Teenager gewünscht hätte. Und mehr Ausstrahlung als damals hat man allemal. Aber man muss aufhören, an Wundermittel zum Abnehmen zu glauben, kurzfristige Diäten zu machen und Ausreden dafür zu finden, warum man zu dick ist.

Das gilt alles nur, wenn du wirklich abnehmen willst. Natürlich kannst du auch zu dem Schluss kommen, dass du keine Lust auf Disziplin und Sport hast und deine Figur so akzeptierst, wie sie ist. Das ist absolut OK, es ist deine Entscheidung. Denn ohne Disziplin und Verzicht geht es nicht. Aber man kann Spass an Disziplin und Verzicht entwickeln – und wird dafür mit einer guten Figur belohnt.

Auch wichtig: realistische Ziele setzen! Es ist unmöglich, fünf Kilo in fünf Wochen abzunehmen – dauerhaft. Das heisst, das kann man schon, aber wenn man danach wieder so isst wie vor der Diät, dann wird man die fünf Kilo auch ruckzuck wieder auf den Hüften haben. Wenn man wirklich nachhaltig abnehmen möchte, muss man bereit sein, seine Ernährung grundsätzlich umzustellen, nicht einfach mal fünf Wochen drastisch verzichten. Das funktioniert! Ich weiss es aus eigener Erfahrung. Die 6 Kilo, die ich insgesamt abgenommen habe, sind langfristig weg. Auch 8 Jahre danach habe ich mein Wunschgewicht und wiege ziemlich konstant 62 kg bei einer Grösse von 1.72 cm. Ein paar Pölsterchen an Bauch und Taille habe ich trotzdem, denn allzu viel Verzicht finde ich kein attraktives Modell. Dafür gehe ich lieber joggen oder ins Fitness.

Wechseljahre: Energiebilanz- und Stoffwechselveränderungen